Neuer therapeutischer Ansatz für Alzheimer

Ein neurotrophes Peptid verhindert Synapsenverlust und stimuliert die synaptische Plastizität

Synapsen sind zentrale Signalverarbeitungseinheiten, die für höhere Gehirnfunktionen von entscheidender Bedeutung sind. Bei der Alzheimer-Demenz führen Beeinträchtigungen der synaptischen Aktivität und der Verlust von Synapsen zu kognitivem Verfall. Um dem Synapsenverlust entgegen zu wirken wurde ein kurzes Peptid (abgeleitet vom Vorläuferprotein APPsα) in das Gehirn von Alzheimer-Modellmäusen eingebracht. Hierzu verwendeten wir sowohl einen AAV-basierten gentherapeutischen Ansatz, als auch liposomale Formulierungen, welche die Blut-Hirn-Schranke überwinden können. Dieser neuartige Ansatz zeigt therapeutisches Potenzial für die Anwendung bei Alzheimer-Patienten. Dieses interdisziplinäre Projekt wurde durch eine enge Zusammenarbeit mit Kollegen der Fricker- und Uhl-Gruppe der Abteilung für Pharmazeutische Technologie vorangetrieben.

Graphical Abstract

Grafische Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. Ein aus APPsalpha gewonnenes Peptid behebt synaptische Defizite bei Alzheimer-Mäusen mit Tau-Pathologie und APP/APLP2-defizienten konditionellen doppel knockout-Mäusen.